[Python] Kriegsgericht, 29. Tag nach dem Exodus

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Roger
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Re: [Python] Kriegsgericht, 29. Tag nach dem Exodus

Beitrag von Roger » Mi 3. Feb 2010, 20:59

Ruben verdreht die Augen und man liest von seinen Lippen ein OH NO!, weiter in Gedanken folgt jetzt ist alles vorbei, sie stecken uns alle in die Schleuse. So ein Mist. Der Bauch gibt plötzlich einen laut, dann hustet er und muß sich über das Pult übergeben. Er wischt sich den grünen Schleim - denn mehr gab der Magen nicht mehr her - vom Mund und Flucht nochmal ein klitzekleines FUCK! in sich hinein. Mit einem Taschentuch wischt er die klebrige Masse auf und versucht so zu tun, als ob alles in Ordnung wäre, ordnet die Akten und Papiere vor dem Anwalt.
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BjoernF
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Re: [Python] Kriegsgericht, 29. Tag nach dem Exodus

Beitrag von BjoernF » Mi 3. Feb 2010, 21:37

Ragnovs schiefes Grinsen hat sich kein wenig verzogen, als er den Ausführungen von Grant lauscht.
Als sich dieser setzt, erhebt sich "Kamikaze" und erklärt:
Ich schließe mich den Worten meines Vorredners in vollem Umfang an, Sir.
Es verhielt sich tatsächlich so, wie Sergeant Grant Ihnen bereits erklärte.
Aus allein dem Grund der verdeckten Ermittlung, haben wir auch einen dritten Raptor für unsere Nachforschung "ausgeliehen" - wie Ihnen sicherlich bewusst ist, haben ich und mein Flieger einen gewissen Ruf in der Flotte, so dass wir eine absolute Undercoveraktion damit nicht gewährleisten konnten.
Selbstverständlich nehme ich jegliche Verantwortung für bei der Verfolgung des Widerstandes eingetretene Schäden an jeglichen Flugobjekten auf mich, jedoch kann - wie ich schon bemerkte - nicht von einer "Zerstörung" die Rede sein; und ich möchte zu bedenken geben, dass es ohne die Behinderung durch Marine Captain Thomson nie zu den Schäden gekommen wäre.
Vielen Dank.

Damit läßt sich Ragnov wieder auf den Sitz gleiten.

Tim
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Re: [Python] Kriegsgericht, 29. Tag nach dem Exodus

Beitrag von Tim » Sa 6. Feb 2010, 11:45

Bis die Reihe an Lt. Zhukov kommt, scheint er nocheinmal gedanklich die Ereignisse durchzugehen und blickt dann mit leicht überraschtem Gesichtsausdruck auf, nachdem sich Lt. Ragnov wieder gesetzt hat. Als sein Blick an der Szene vor Specialist Berikin vorbeizieht, kann er ein Kopfschütteln nicht unterdrücken und murmelt etwas wie Innendienstler vor sich hin. Wieder mit so viel Haltung wie möglich, beginnt er seine Erklärung:
Für den verfrühten Start unseres Raptor übernehme ich die Verantwortung, denn zu diesem Zeitpunkt war ich einer der ranghöchsten Offiziere an Bord. Die Lage stellte sich mir so dar, dass wir einen begründeten Verdacht über eine Gefährdung der inneren Sicherheit hatten, aber noch nicht genügend konkrete Informationen, um weitere Stellen in die Sache hineinzuziehen. Da wir außerdem keine unregistrierten Personen oder überhaupt Passagiere der Calliope an Bord hatten, habe ich auch keinen Konflikt mit der laufenden Operation gesehen. Die Art unserer Spur ließ leider keine Verzögerungen zu und daher halte ich die Entscheidung zu starten, nach wie vor für richtig. Wenn ich das Gericht daran erinnern darf, konnte durch unseren Einsatz ein illegales Waffenlager gesichert werden, bevor es zu einer schwerwiegenden Gefährdung kam.
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Jakob
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Re: [Python] Kriegsgericht, 29. Tag nach dem Exodus

Beitrag von Jakob » Mo 8. Feb 2010, 22:53

Nachdem sie sich alle dazu bekannt haben sich einem direkten Befehl widersetzt zu haben, können wir ja fortfahren. Lt. Ragnov, dank ihrer Aussage steht auch die mutwillige Beschädigung der Raptoren ausser Frage.
Kommen wir nochmal auf die Anklagepunkte 3 und 4 zu sprechen. Wenn sie tatsächlich einen Hinweis darauf hatten, dass sich Passagiere der Registrierung entziehen wollen, weshalb haben sie mir dann nicht sofort Bericht erstattet? Weshalb haben sie die an sie gerichteten Funksprüche ignoriert und auch dann, als sie das Waffenlager und die Rebellen fanden hielten sie es noch immer nicht für nötig uns zu informieren?
Thomson dreht der Anklagebank den Rücken zu.

Ben
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Re: [Python] Kriegsgericht, 29. Tag nach dem Exodus

Beitrag von Ben » Mo 8. Feb 2010, 23:27

"Scheiße Thomson, wenn Sie zuhören würden, was hier ausgesagt wird und nicht nur das, was Ihrem verletzten Ego gefällt, hätten Sie ihre Antworten bereits.
Mutwillige Beschädigung der Raptoren? Wenn Ihre Piloten ihren Job verstehen würden, wäre es gar nicht zu einem Schaden gekommen!
Warum wir Sie nicht benachrichtigt haben, daß wir Hinweise haben, daß sich Leute der Registrierung entziehen würden? Habe ich Ihnen bereits erklärt und Lt. Zhukov ebenfalls. Zum einen hätten wir die Spur verloren, zum anderen bestand eine sehr gute Chance, daß die Flüchtigen uns zu anderen potentiellen Rebellen führen würden, was nicht mehr möglich gewesen wären, wenn sie mit der ganzen Flotte hinterher geflogen wären, nur um einen unregistrierten Zivilisten auf die Finger hauen zu dürfen.
Und wir haben Sie sehr schnell nach Entdecken des Waffenlagers informiert! Blieb uns ja nichts anderes mehr übrig, nachdem Sie jeden möglichen Rebellen in die hintersten Ecken jedes möglichen Verstecks vertrieben haben mit ihrem Auftritt!"
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Jakob
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Re: [Python] Kriegsgericht, 29. Tag nach dem Exodus

Beitrag von Jakob » Mo 8. Feb 2010, 23:55

Thomson fährt herum. Seine Kopf färbt sich dunkelrot und er blickt mit unverholenem Haß den
Marine an.

Roger
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Re: [Python] Kriegsgericht, 29. Tag nach dem Exodus

Beitrag von Roger » Mo 8. Feb 2010, 23:58

Wie benebelt beginnt dann auch Rubin Berikin aufzustehen und zu sprechen:
Ich hatte mich keinem Befehl widersetzt. Wir hatten lediglich unsere Spur überprüft und Sie dann sofort in Kenntnis gesetzt. Die Dringlichkeit dieser Mission wurde mir erst nach dem Blitzstart klar und ich hatte tatsächlich mit mir gerungen. Soweit ich weiß, hat Lt. Zhukov einen großen Schritt gewagt, nicht weil er uns in Gefahr bringen wollte, sondern weil er Gefahr abwenden wollte. Aber es ist natürlich nicht meine Aufgabe direkte Befehle von einem Vorgesetzten in Frage zu stellen. Schließlich wurden meine Kameraden in einen kleinen Kampf verwickelt und die Widerständler konnten fliehen. In dem Moment sah ich diesen Fehler ein und habe Sie sofort eingeweiht - wie Sie sicher noch wissen, es war bevor Sie an Bord gekommen waren. Nach meiner Meinung verlief die Aktion absolut erfolgreich. Wir konnten tatsächlich die Registrierung durchführen und die Bedrohung durch die Widerständler eleminieren, ohne das Leben weiterer Zivilisten zu gefährden. Auf diese Weise kann sich die Flotte voll und ganz ihrer Aufgabe widmen und die Armee muß keine Kräfte mobilisieren, um den Frieden unter den Zivilisten zu erhalten. Ich halte diese Verhandlung für sehr wichtig, weil Sie doch unsere gegenseitige Entschlossenheit klarstellt, alles zu riskieren, um den Erhalt menschlichen Lebens zu garantieren.

Specialist Berikin setzt sich wieder hin. Sein Blick streift den Pflichtverteidiger und er flüstert ihm ins Ohr
Welche Strategie hatten Sie sich eigentlich zurecht gelegt? Oder wollen Sie uns nicht mal ein wenig gesetzlichen Rückhalt bieten.
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Ben
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Re: [Python] Kriegsgericht, 29. Tag nach dem Exodus

Beitrag von Ben » Di 9. Feb 2010, 00:02

Grant hält dem Blick Thomsons genervt, aber sonst ohne größere Emotion stand. Erst als Berikin seine Aussage trifft, sieht er weg und er sieht mit zunehmender Verachtung den Spezialisten an.
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Jakob
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Re: [Python] Kriegsgericht, 29. Tag nach dem Exodus

Beitrag von Jakob » Di 9. Feb 2010, 22:15

Specialist Berikin es geht hier weder um ihre Meinung noch um gut gemeinte Absichten. Fakt ist, dass die Aufständischen entkommen und einige unsere Soldaten zu Tode gekommen sind. Und das nur weil sie eigenmächtig und unüberlegt gehandelt haben. Ihr vorschnelles Eingreifen hat verhindert, dass meine Leute die gesamte Zelle mitsamt ihrer Rädelsführer neutralisieren können. Bis zu ihrem kleinen Kampf hatten meine Leute alles unter Kontrolle.Schonmal was von verdeckten Operationen gehört?
Letzteres scheint Thomson eher unbewußt entglitten zu sein.

Ben
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Re: [Python] Kriegsgericht, 29. Tag nach dem Exodus

Beitrag von Ben » Do 11. Feb 2010, 23:57

Grant hat Mühe, ein Lachen zu unterdrücken. "Verdeckte Operation also, ich verstehe...!" Dann wird er auf einmal völlig ernst. Sein Blick ist zunächst auf Thomson gerichtet. "Unsere Aktion war, soweit es mich betrifft, sehr wohl überlegt, Captain. Ich kann hier nur für mich sprechen, nicht für die anderen..." sein Blick wandert von Thomson in Richtung Admiral Lynch und Major Cooper. "...mein Ziel bei dieser Aktion war es nicht, irgendwelche Rädelsführer auszuheben und an die Wand zu stellen. Mein Ziel war es, jene Unzufriedenen aufzuspüren und sie von der Notwendigkeit des Zusammenhalts zu überzeugen. Vielen Zivilisten mißfällt die Verhängung des Kriegsrechtes. Sie fürchten, daß diejenigen, die sie beschützen sollen, die Absicht haben, sie zu unterdrücken. Diesen Leuten muß klargemacht werden, daß wir diese Katastrophe nur überleben können, wenn wir zusammenhalten gegen den Feind. Wenn wir uns gegeneinander wenden, wenn wir den Rückhalt der Zivilbevölkerung verlieren, wird es für uns alle viel schwerer, diesen Krieg zu überleben und zu gewinnen, wenn nicht unmöglich."
Grants Blick wandert wieder zu Thomson und er sieht ihn direkt an. "Darum habe ich getan, was ich tun mußte, um jene zu schützen, die ich geschworen habe zu beschützen, Zivilisten wie Militärs. Wenn Sie denken, daß ich dafür bestraft werden sollte, und ich sehe es Ihnen an, Captain, daß sie mich am liebsten in Ketten und tot sehen würden, dann bestrafen Sie mich. Töten Sie mich, Captain, wenn Sie müssen, aber lassen Sie diese Mitläufer am Leben. Ich bin jederzeit bereit, für mein Volk zu sterben. Also tun Sie sich keinen Zwang an, Captain. Lassen Sie mich hinrichten, weil ich Ihr Ego verletzt habe. Die Zylonen werden es Ihnen sicher danken!"
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