www.Spiel-in-der-Burg.de

Aktuelle Zeit: Di 21. Nov 2017, 10:17

Alle Zeiten sind UTC




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 10 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Reisebericht - Erster Teil
BeitragVerfasst: Mi 18. Apr 2007, 13:47 
Offline

Registriert: Fr 16. Feb 2007, 13:39
Beiträge: 5027
Wohnort: Tempelhof
Mord in Urupa

Die "Kronenbrecher", eine kleine Schar Anhänger des Raggok - Passion der Schmerzen und der Rache - hat den Botschafter des fremden Landes jenseits des Meeres entführt und plakativ ermordet, um einen Krieg herbeizuführen.

Es waren 3 Zwerge, 2 Menschen und ein T'Skrang und Führung eines menschlichen Questoren

Dabei sollten die Theraner, die in Urupa als einer der wenigen Städte geduldet sind, beschuldigt werden.

Zum Glück konnten Globb und ich die Täter dingfest machen und mit Hilfe der Stadtwache gefangen nehmen.

Sie wurden gleich hingerichtet.

- Kra'Teong Camuranzzan


Offizielle Stellungnahme:

"Mein Land ist glücklich darüber, daß die verbrecherischen Mörder meines unglücklichen Vorgängers schnell gefunden und bestraft werden konnten.
Unser Dank richtet sich besonders an die tapferen Helden, die den Kult zerschlagen konnten und unser Mitgefühl gilt den Familien der Wachleute, die ihr Leben gelassen haben.
Mein Land ist jedoch weniger glücklich über die Tat selbst. Ein Mitglied einer der angesehensten Familie meines Landes wurde in dieser Stadt auf offener Straße entführt und getötet. Damit sich ein derartiges Ereignis nicht wiederholt, wurde beschlossen, unsere militärische Präsenz in Urupa aus Sicherheitsgründen zu verstärken."

- Zir-al-Hassaoun, stellvertretender Botschafter


"Wir bedauern natürlich die schrecklichen Ereignisse, die stattgefunden haben. Sie sind nicht zu entschuldigen, trotz der schnellen Aufklärung, für die die ganze Stadt Kra'Teong Camuranzzan, Globb und ihrer mir namentlich leider nicht bekannten Unterstützung großen Dank schulden.
Dennoch ist dies ein seltener Vorfall in unserer Stadt und wir können versichern, daß wir alles tun werden, um die Sicherheit für all unsere Gäste zu gewährleisten."

-Fellidra Jer, Magistratin von Urupa

_________________
[Vorstellung], [ED]-[Spielleiter],


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Reisebericht - Erster Teil
BeitragVerfasst: Mi 18. Apr 2007, 13:56 
Offline

Registriert: Fr 16. Feb 2007, 13:39
Beiträge: 5027
Wohnort: Tempelhof
Gerüchteküche in den Tavernen Urupas in den nächsten Tagen:

"Ich hab gehört, dieser Kult wollte einen Dämon beschwören, der die ganze Stadt verschlingt. Sie haben den Botschafter ihrem Meister geopfert. Zum Glück wurden sie rechtzeitig gestört."

"Ich hab gehört, diese Abenteurer, die den Kult zerschlagen haben, wurden in die Botschaft der Fremden eingeladen und haben ganze Wagenladungen an Schätzen als Dank erhalten. So ein Glück müßte man haben."

"Zerschlagen? Glaubt ihr wirklich, drei Adepten und ein paar Stadtwachen könnten die Kronenbrecher zerschlagen? Der Kult ist viel zu groß dafür und über das ganze Land verbreitet. Das war nur eine kleine Gruppe und das beste ist, der wahre Anführer ist entkommen, weil er bei dem Angriff gar nicht im Tempel war. Wetten, der sinnt jetzt auf Rache?"

"Irgendwer in der Botschaft wollte seinen Chef loswerden und hat dafür gesorgt, daß der Kult den Terminplan des Botschafters erhält und dieser nur durch ein paar wenige Leibwächter geschützt wird. Ich hörte, Zir-al-Hassaoun selbst soll dafür verantwortlich sein."

"Unsinn. Die Theraner waren es. Jeder weiß doch, daß sie die Wahnsinnigen Passionen verehren."


Globb liest begeistert in einer der vielen Postillen, die im Besucher-Gasthaus von Urupa herumflattern:

K'leth, wohl einer der bekanntesten Barden und Geschichtenerzähler von Uropa, wartet seit Neuestem mit der folgenden Lied-Geschichte auf:

Zitat:
Der eine wollte verweilen, bevor Stress und Hast ihn ereilen: Noch ne Woche zur Expedition?! lange schlafen, gut essen, ohne Hast, ohne Fron - des Obsidianers liebster und süßester Lohn. Shalala, shalalei,dei,dei,lei... Der zweite wollt' gern Geld bekommen, neues Schwimm-Brett, neues Schwert - lass das sonnen! Freveltat, Mann entführt, Leibwacht tot?! Lass die Täter uns finden! Thera stürzt uns in Not! Waffenglück ist mein Schlaf, G'rechtigkeit ist mein Brot, Shalala, shalalei,dei,dei,lei...


Knirps, jetzt gib mir bitte endlich die zweite Seite!... Ich will wissen, wie das Lied weitergeht!

Knirps wundert sich, wie Globb die lange Seite so schnell lesen konnte, gibt ihm aber ohne lange zu zögern das zweite Blatt des Liedes

Zitat:
Der Eine wollte träumen und keinen Tempel räumen Noch ne Woche zur Expedition?! Träumen und baden und alt' Tradition - mit andern verschmelzen ist schöner als Lohn. Shalala, shalalei,dei,dei,lei... Die Dritte wollt' gern was unternehmen, dunklen Gestalten die Seele entnehmen ! Freveltat, Ragokk, was will der bloß hier?! Chaos, Zerstörung und Unglück fürs Land! Wann ist die Plage endgültig vorbei, Shalala, shalalei,dei,dei,lei...


"Meinst du, Globb, dass der Barde noch eine Strophe schreibt?"

Globb beginnt, in einem Stapel alten und neuen Papier's zu wühlen, nachdem er in wiiiindeeeeeseiiiiiiileeeee auch die zweite Seite verschlungen hat.

"Juchuu, Knirps, es gibt tatsächlich eine neue Ausgabe - mit Fortsetzung!"

Zitat:
Am Haken hängt baumelnd herab, er, seine Augen, sein Körper sind blutleer. Zwerge, Menschen, ein T'Skrang 'in Verdacht! Globb und Knirps kommen euch auf die Spur noch heut Nacht, und dann zittere, Ragokk, wir schmälern dein' Macht! Shalala, shalalei, dei, dei, lei... Mit 'nem Sturmtrupp im Schlepptau zum Kult-Schrein, durch den Schrank mit ner Axt mit Tumult rein. Tausend Nadeln durchdringen das Fleisch. Entsetzlich verhallt es, des T'Skrangs Gekreisch, Blitze knallen, ein Mann fällt, der Priester 'is ne Leich' Shalala, shalalei, dei, dei, lei...

_________________
[Vorstellung], [ED]-[Spielleiter],


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Reisebericht - Erster Teil
BeitragVerfasst: Mi 18. Apr 2007, 14:05 
Offline

Registriert: Fr 16. Feb 2007, 13:39
Beiträge: 5027
Wohnort: Tempelhof
Lord Niam erzählt von der Entdeckung des Kaers Arroyo

Hab ich euch schon erzählt, wie wir vor paar Tagen den Caer entdeckt haben?
Also der Käptain hatte uns inmitten dieser räudigen Wildnis abgesetzt, während ihr anderen faulenzend zum Schlangenfluss gegondelt seid und euch in Händlerspelunken beduselt habt.
Auf jeden Fall waren wir dort im Wald in der Mitte von nirgendwo, Globb unser rotbeschaalter Klumpenfreund, Joschi, die grüne Flugpest, McWell verkannter Gastronom und Wildhüter so wie meine Wenigkeit, Niam, Hochelf, Vater der Bescheidenheit so wie Meister der Klinge. (Außerdem kam ich nicht umhin mich des öfteren von einer zufällig anwesenden Echse angesprochen zu fühlen)
Wir waren also in diesem Wald und entdeckten diese äußerst geheimnisvollen Ruinen, die voller verborgener Hinweise steckten und nur darauf warteten aus ihrem Halbtausendjährigen Schlummer gerissen zu werden um die großen Geheimnisse der Zivilisation von Aroyo zu enthüllen. Leider blieb mir nicht die Zeit meinem unstillbarem Forscherdrang nachzugeben, da meien rastlosen Gefährten wie wahnsinnig weiterhetzten.
Nach kurzem Wandern entdeckten wir eine Gruppe dahingemetzelter Reisender, die offenbar dem gleichen grausamen Geheimniss wie wir auf der Spur waren. Die ganze Gemeinschaft war allerdings schon vor unserem Eintreffen aus dieser Welt geschieden (worden). Ihren Gliedmaßen lagen aufs unschönste verteilt um ihre Lagerstätte herum und ihre Habseeligkeiten waren gefleddert und von Tieren geplündert. Aufgrund meiner scharfen Beobachtungsgabe und meinen beachtlichen Fähigkeiten im Spurenlesen war es mir schnell möglich zu deduzieren, dass die unglückliche Gemeinschaft von einer Horde abartigster Höhlentrolle angegriffen ward und diesen zum Opfer fiel. Auf unserem weiteren Weg entdeckten wir schließlich die Behausung der hinterhältigen Mörder, entschieden aber diese armseeligen Kreaturen nicht dahinzumetzeln, sondern Gnade vor Recht ergehen zu lassen und verschonten sie.
Bald fanden wir geheimnisvollere Höhlen, die augenscheinlich von Caerbewohnern errichtet wurden. Hier wimmelte es von Fallen, vergifteten Speeren, Hydren, Dämonen, Magie, und anderem Getier. Nach etlichen Kämpfen und mit weiser Planung gelangten wir schließlich in den weit gerühmten Caer von Aroyo.
Tja schade, da ruft wohl grad der Kapitän nach euch, naja vielleicht erzähl ich euch später weiter.


Ahh... Da seid ihr ja wieder. Ich habe die kleine Unterbrechng genutzt und mir ein vorzügliches kleines Omelette gebraten, hervorragende Eier gab es in diesem Caer und schaut sie euch an sind immer noch wunderbar. Also wo war ich? Nachdem wir uns an der scheußlichen Hydra vorbeigeschlachtet haben krochen wir weiter durch die dunklen Tunnel, die Eindringlinge aufhalten sollten. Schließlich kamen wir zu einem großen magischen Tor über und über mit wirkmächtigen Runen bedeckt und aus elementarem Fels errichtet, der Zauber der Jahrhunderte spielte an diesem Ort. Freudig machten wir uns daran den Weg ins Innere zu finden und nachdem mir Globb ein wenig assistieren durfte war ich auch schon als Speerspitze unseres Unternehmens auf dem Weg in den Caer. Ein schmieriger Dämon versuchte sich mit uns durch die mystische Schleuse zu quetschen und in den Caer einzudringen, aber aufgrund unserer überlegenen Geistesgegenwart stellte er keinerlei Herausforderung dar.
Angekommen in der Herrlichkeit das seit Jahrhunderten verschlossenen Caers sonnten wir uns im magischen Schein der Leuchtkristalle und genossen die ganz eigene Aura dieser Festungen kreativen Schaffensgeistes. Aber wie erschüttert waren wir als wir erkennen mussten, dass die Bewohner dieses Horts der Ruhe lange nicht mehr waren. Nur einer hatte überlebt um uns die Geschichten der Vergangenheit in die Gegenwart zu tragen. Gelian ein alter Elf, der hier mit einigen Tieren lebte und uns berichten musste, dass sein ganzes Volk nach und nach einfach hinweggestorben war. Also machten wir uns daran die Höhle zu erforschen, alles zu katalogisieren und bereit für eine wirtschaftliche Nutzung zu machen. – Was soll das heißen, dass habe nichts mit heroischen Kämpfen zu tun ich hau dir gleich... – Also, wir sorgten also für alles wichtige und verbrachten die nächsten Tage im Caer. Schließlich, als wir zurück zu unserem Schiff wollten hat sich dieses verlotterte stimkende Ogerheer zwischen uns und unser Gefährt gestellt, aber ich sag euch ich lass mich nicht von goldschnüffelnden Fleischbergen von meinem Weg abbringen, und so sind wir wieder hier.

_________________
[Vorstellung], [ED]-[Spielleiter],


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Reisebericht - Erster Teil
BeitragVerfasst: Mi 18. Apr 2007, 14:08 
Offline

Registriert: Fr 16. Feb 2007, 13:39
Beiträge: 5027
Wohnort: Tempelhof
Lord Niam erzählt von einer Begegnung mit einem riesigen Ogerheer

„Ihr wisste ja alle wie die Sache begann, nachdem der Keptn nach Freiwilligen suchte, um die abscheuliche Bedrohung durch das Ogerheer auszuschalten, ich mich sofort meldete und meine Gefährten, beseelt durch mein großartiges Beispiel, sich mir anschlossen – nach diesem also, Landeten wir in der unwirlichsten Wildnis, die ich je das Missvergnügen hatte bereisen zu müssen. Aber ihr habt sie ja alle von Deck aus sehen können, nun waren wir aber nicht hier oben in der Geborgenheit des Schiffsrumpfes sondern in diesem brodelden Hexenkessel Natur. Ich möchte euch aber nicht mit Geschichten darüber langweilen, wie wir uns durch diese unwirtliche Hölle schlugen.
Nach einer geraumen Weile hatten wir uns also dem Ogerheer genügend angenähert, um uns diesen 300 Bestien entgegenzu stellen. Gewitzt wie ein junger Findling hat uns Globb in einer seiner Illusoinen verborgen und als Oger getarnt drangen wir in das Herz dieser Streitmacht der Finsternis ein. Angekommen in der Mitte der Brut könnt ihr euch unser Erstaunen wohl kaum ausmalen, als wir ein Schiff der Blutweisen aufkreuzen sahen, welches auch kurz danach tatsächlich in der Mitte des Heeres ankerte. Dieses ruchlose Piratenpack, ohne auch nur den Ansatz eines Fünkchens von Ehrgefühl oder anderen Regungen die uns Namensgeber von dem Abschaum der Natur unterscheiden, diese Trollpiraten trafen sich nun also mit dem Ogerkönig, doch dieser König war wahrhaftig und real auch ein Mitlgied dieser Mordgesellen. Ein Troll mit einer Visage geschlagen, die nicht verwundern machte, dass er Ogerkönig war. Dieser Troll also-
Verdammt, was schreit der scheiß Keptn schon wieder, naja dann müsst ihr wohl los, wir sehen uns nachher wieder.

„Ruhig Blut, ruhig Blut, meine Freunde, auch die Sache mit den Dolchen werde ich euch früher oder später noch detailiert darlegen. Ihr entschuldigt natürlich die kleine Unterbrechung, aber als ihr so lange fort geblieben seid hats mich ein bisschen in der Kehle gekitzelt und als ich nun schon mein Fläschchen guten Roten aufgemacht hatte und sich die nötige Gesellschaft einfand konnt ich doch wohl kaum gleich wieder entschwinden. Ich hoffe ihr und eure Wissbegier verzeiht mir nun also diese kleine Pause.
Wo war ich? – Ach ja diese wiederliche Visage von Ogerkönig in Trollform spatzierte also umher und konsultierte seine räudige Piratenhorde, nicht wissend dass sein Ende kurz bevor stünde. Fühlend also, dass dieser Kerl schon dem Tode durch unsere Hand geweiht war ließen wir ihn die letzten Minuten seines Lebens genießen. Was für einen Sinn hätte es auch gemacht ihn hier vor all den Ogern zu erschlagen, die Verwirrung wäre nur allzugroß gewesen und wir hätten diese Dummköpfe in ihre Schranken weisen müssen.
Also ließen wir das Schiff ziehen und den Tyrannen in die Sicherheit seiner stinkenden Unterkunft zurückkehren. Hernach marschierten wir schnurstracks in das ‚Königszelt’, erkannten sofort dass der Betrüger die Oger nur durch abscheulichste Magie unter seine Knute zwingen konnte und machten uns daran ohne Umschweife, Zögern oder auch nur den leisesten Hauch von Zweifel blank zu ziehen und die Blutwaisenbrut zu stellen. Natürlich erkannten die wenigen Oger im Zelt unseren Überlegenheit und wagten nicht einzugreifen.
Schwertschwingend drangen wir auf den Tyrannen und seine düstere Garde, wischten ihre Hiebe beiseite, schlugen auf sie ein und machten ihnen ihr Dasein zu dem Höllengrund den sie verdienten. Aber so schnell gab sich dieses Gezücht seinem verdienten Schiksal nicht hin, sie beschworen dunkelste Kräfte, wie sie nur die Feinde allen Lebens ihr eigen nennen herauf, verbreiteten Giftschwaden, erhoben sich, obschon erschlagen, erneut zu unheiliger Existenz, so dass jeder von unseren sieben Wiedersachern sieben mal zu Boden geschickt werden musste, bevor wir endlich Ruhe für uns und ganz Barsaive erwirken konnten.
Hernach war es ein Leichtes die verbliebenen Oger mit einigen herrischen Worten in alle acht Winde zu verstreuen, auf dass sie in ihre dunklen Löcher kriechen mögen, um fürderhin über ihre finsteren Schandtaten nachzudenken.
Und nun also könnt ihr also verstehen, warum wir, wenn solch schwarze Diener der Wahnsinnigen, wie auch der Nichtnennenden, sich hier in unserern Nähe befinden, jeden einzelln an Bord untersuchen müssen, auf die Makel des Verderbens, die uns alle in den Abgrund ziehen können. Dies ist die Erklärung für das weise ‚Ritual mit den Dolchen’, welchem euch der Keptn unterzog. Ich bin sicher, das wird auch dir einleuchten, Hojin! Aber ich nehme an, dass wir uns früher oder später noch eingehender mit diesem Theam befassen werden.
Jetzt ist aber genug erzählt, haben wir keinen Wein mehr? Und wo ist die Musik?“

_________________
[Vorstellung], [ED]-[Spielleiter],


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Reisebericht - Erster Teil
BeitragVerfasst: Di 15. Mai 2007, 17:07 
Offline

Registriert: Fr 16. Feb 2007, 13:39
Beiträge: 5027
Wohnort: Tempelhof
Einige Szenen, die in der Taverne beobachtet wurden

..und wieder mal sitzt Globb nach einem Abenteuer voller Irrungen und Wirrungen im Mannschaftsraum, knuspert genüßlich an einem Gewürzkuchen - der zufälligerweise ein wenig nach Fisch schmeckt - und lauscht Niams Worten, die mit jedem Glas Wein blumigere und heldenhaftere Züge annehmen.
Genüsslich nimmt er wahr, dass inzwischen nach jeder geschilderten Heldentat Niams die Blicke zu ihm wandern und zu ermessen versuchen, wie breit das leise Grinsen in seinem Gesicht ist oder ob es sich gar zu einem Glucksen und Kichern ausformt.
Das Raunen setzt nur ein, wenn sich seine Stirn in ehrfurchtsvolle Falten legt, und der Mundwinkel zittert, wenn sich Globb an ein tatsächlich schwer wiegendes Ereignis erinnert. Dann lässt seine Mimik erahnen, dass die Heldentaten der Gruppe zwar groß, ihre Abenteuer gefährlich und ihre Opfer an Blut und Schweiß beträchtlich sind - auch wenn sie vielleicht doch nicht ganz so schillern wie es der vom Alkohol verzückte Elbenmund schildert.
Auch lässt sich erahnen, dass es die inzwischen sehr gut zusammengewachsene Gruppe im Ganzen ist, die es schafft, den Dschungel zu durchschreiten, Gottesanbeterinnen in ihre Grenzen zu weisen, die Pläne von Dämonen zu durchkreuzen und - genüsslich gefährliche Zauberbücher zu verspeisen.

Befriedigt durch die immer wieder auf ihn fallenden verstohlenen, nach Bestätigung des Gesagten suchenden Blicke lehnt sich Globb zurück, erfreut sich an den Erzählungen des Elfen und ist glücklich, in einer so gut zusammenarbeitenden Gruppe durch die Lande ziehen zu dürfen - auch wenn ihm schon wieder davor graut, später den Elfen wieder ins Bett tragen zu müssen...

Noch lange saß Kra'Teong in der Taverne "Zum trockenen T'Skrang" der schwimmenden Hauptstadt des Hauses V'strimon und tröstete Telos, dessen Dorf komplett vernichtet worden war. "Ihr könnt es doch wieder aufbauen" sagte der rotgelbe Echsenmensch, was einen Heulanfall des Händlers auslöste: "Aber sie sind doch alle tot! Es gibt niemanden mehr ... nicht einmal ein Ei! Der Schamane hat großen Mist gebaut, unter der Decke gehalten haben sie seine Absichten ... statt damals in die Welt zu ziehen, hätte ich dort bleiben und gegen ihn antreten sollen. Schon als Schlüpfling habe ich etwas gespürt; bemerkt, dass was mit ihm im Argen liegt!"
"Nun, jedenfalls hat der Drache Eisschwinge die Gegend vom Dämon gereinigt. Falls ihr dort wieder hinwollt, wird euch niemand mehr belästigen."

Und schon ertönt der Ruf des Fährmanns, der die Luftschiffer wieder zur Anlagestelle der "Explorer" bringen will. Ein paar Kupfermünzen auf dem Tisch sind schnell das letzte, was an die beiden T'Skrang erinnert.

Außer sich vor Wut schritt Kapitän Tomaso Serdak die Reihen seiner Matrosen ab und gab eine Schimpfkanonade ab, die senesgleichen suchte. Niemand wagte ein Wort zu sagen, ja, manche hielten für einen Augenblick die Luft an und hofften, der Zorn des Käptn würde bald an ihnen vorübergehen.
"Wofür lasse ich eigentlich Wachen aufstellen?" brüllte der Kapitän zum hundertsten Mal. "Damit alle Diebe des Landes eingeladen sind, unser Schiff zu plündern?"
Valmorian, der die Szene etwas abseitsstehend beobachtete, schüttelte kaum merklich den Kopf. "Du alter Gauner." dachte er. "Das ist wieder ein hervorragender Vorwand für dich, deine schlechte Laune an der Mannschaft auszulassen."
In der ersten Reihe jedoch stand ein Mann, der sichtlich Mühe hatte, seine Wut unter Kontrolle zu halten und sich liebend gern auf Serdak gestürzt hätte.
"Ich werde diesen Hojin wohl besser im Auge behalten, bevor er noch etwas dummes tut." sagte sich Valmorian leise.
Endlich hatte Serdak seine Tirade beendet. Hojin war einer der ersten, die schnell unter Deck verschwanden.

Spät am Abend sah man Hojin im Speisesaal des untersten Deck mit einem alten Zwergen, Kalat, zusammensitzen. Der Alte sprach leise auf ihn ein, so daß die Kameraden an den Nachbartischen nichts von ihrer Unterhaltung mitbekamen. Niemand kümmerte sich um die beiden. Nur als Hojin ein wütend-frustriertes:"Er kümmert sich um diese verdammten Helden besser als um sein Schiff!" laut ausstieß, sahen ein paar der Segler zu ihnen rüber. Kalat mahnte ihn sofort zur Ruhe. Evelyn, die ein paar Reihen entfernt saß und sie beobachtete hob etwas erstaunt die Augenbrauen, als sie von den Lippen des Zwerges, was bei dessen dichten Bart gar nicht so einfach war, die Worte: "Deine Zeit wird kommen." lesen konnte.
Das dürfte Niam, Globb, Knirps und die anderen interessieren. Sie wartete, bis die beiden ihr Gespräch beendet hatten, von dem sie ansonsten nur ein paar Bruchstücke mitbekommen hatte und machte sich dann auf den Weg nach oben, wo sie die drei an Niams Stammtisch zusammenrief, um es ihnen mitzuteilen.

_________________
[Vorstellung], [ED]-[Spielleiter],


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Reisebericht - Erster Teil
BeitragVerfasst: Di 15. Mai 2007, 17:13 
Offline

Registriert: Fr 16. Feb 2007, 13:39
Beiträge: 5027
Wohnort: Tempelhof
Rätselhafte Botschaften

Zwei Obsidianer und ein T'Skrang beugten sich in einer nicht frequentierten Ecke der Bibliothek über eine Schriftrolle.

"Ach Kra'Teong! Das war total unvorsichtig, die Vestrial-Statuette zu zerstören. Jetzt ist die wahnsinnige Passion womöglich aufmerksam geworden!" sagte Xono. "Pah" kam die Antwort "wenn wir nicht den Bann gebrochen hätten, den die Mesalliance der Flüsternden und Kronenbrecher über das unschuldige Dorf gelegt haben, würden die armen Fellmenschen dort immer noch unter ihrer Fuchtel stehen und verhungern, während diese Questorin das mühsam geschürfte Silber fremder Leute zu ungutem Tun verbraucht. Es gab keine Alternative als diese Form der Reinigung! Und jetzt lasst uns sehen, ob wir noch etwas aus den Zwischenzeilen dieses Briefs lesen können."

Zitat:
Liebe Krinela Die Dinge stehen nicht gut. Die Beseitigung des Puppenspielers aus der Fremde hat zwar ohne Probleme funktioniert, doch meine Jungs waren zu unvorsichtig. Drei Abenteurer, die mit der Explorer reisen, haben unsere Pläne durchkreuzt und fast alle getötet. Die selben Leute haben auch unseren Ersatzplan zu Nichte gemacht. Wenigstens ist es mir gelungen, das Zepter zu retten und unseren Verbündeten zu senden. Diese Burschen haben sich als echtes Ärgernis herausgestellt! Glücklicherweise haben sie keinerlei Ahnung, wie fortgeschritten unsere Pläne sind. Wenn Du Deine Aufgaben erfolgreich vollendest - und ich weiß, Du wirst - wird uns der Erfolg nicht zu nehmen sein, und die Zweifler werden den Sinn unserer gemeinsamen Arbeit erkennen. Wenn unsere Organisationen dauerhaft zusammen arbeiten, werden wir all unsere Ziele erreichen! Greife nach den Sternen!
Vater


Suel, der junge Luftsegler, der sich in seiner freien Zeit fast immer in der Nähe der Helden aufhält und auf neue, spannende Geschichten hofft, sieht fragend zu Kra'Teong: "Und was bedeutet das, Herr? Und, habt ihr nicht noch mehr Schriften gefunden? Ich habe von einem großen Kampf gehört. Bitte, Herr, erzählt davon!"

"Aber denkt an euer Verschwiegenheitsversprechen, Suel! Und steht uns nicht zur Seite, falls an Bord ein Kampf losbricht - das könnte sehr gefährlich werden. Vielleicht brauchen wir euch für eine wichtige Geheimaufgabe. Ich habe noch dies hier - lest:"

Zitat:
Der Wind flüstert deinen Namen Der Meister hat zugehört. Deine Probe beginnt. Scheue nicht die Gefahr. Schütze und zerstöre, wenn es nötig ist. Das Fremde bedroht uns. Der Wind flüstert ihre Namen. Sie müssen fort Hörst du es?

"Oh-oh .. ist das spannend." sagte Suel. "Und dieses Rätsel? Könnt ihr mir das nochmal zeigen?"
Zitat:
Wer bin ich? Ich bin das Flüstern im Wind. Wer sind meine Kameraden? Diejenigen, die flüstern. Wer ist unser Meister? Der, der alles ist und manchmal nichts. Wozu flüstern wir? Damit die Narren uns zuhören. Wer bin ich?

_________________
[Vorstellung], [ED]-[Spielleiter],


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Reisebericht - Erster Teil
BeitragVerfasst: Di 15. Mai 2007, 17:16 
Offline

Registriert: Fr 16. Feb 2007, 13:39
Beiträge: 5027
Wohnort: Tempelhof
"Ich komme nicht drauf" klagte Suel. "Es liegt mir auf der Zunge. Sind es die Wolken?" "Nein" antwortete Globb. "Es ist diese Passion. Und fragt bitte nicht noch einmal nach dem zweiten Brief. Nachdem das Zepter abhanden gekommen ist, verstecke ich die wichtigen Sachen so gut, dass ich sie selbst aufzufinden nicht in der Lage bin."

"Ach bitte Globb. Was steht in dem zweiten Brief?" bettelte Suel. "Komm schon, erzähl! Vielleicht ist es wichtig das zu wissen."

Hö, hö... da such ich doch seit Tagen diese Schriftrolle... "Wo hab ich die nur hingesteckt?!", hab ich mich die ganze Zeit gefragt..."Wo die nur ist?!", hab ich mich gewundert... und heute... hö,hö... ist sie mir aus einer Felsspalte gepurzelt... hö,hö... warum werdet ihr denn rot?... Is doch witzig!... Knirps, da, nimm und lies vor...

*Knirps lehnt bemüht freundlich lächelnd dankend ab*

"Niam, alter Haudegen, gib zum besten, was darauf steht!"

Niam: "Ach mist... ich muss weg... ich hab da nochwas..." *verschwunden*

"Bayushi Yo... Bayu.... Och menno...!" *Schaut Knirps fragend an*

Knirps: "Vielleicht solltest du gegenüber Nicht-Obsidianern nicht all zu offen über deine 'Felsspalten' sprechen - vor allem, wenn du ihnen gedenkst, ein Dokument zu überreichen, das aus selbigen gefallen ist..."

Globb: "Hmmmmmmmmmm..... hmmmm.... wenn du meinst, Knirps... ihr 'Weichen' seid schon irgendwie komisch.... Ok, dann les' ich's halt dir vor - ach du kennst es ja schon... naja.... egal:"

Zitat:
Meine verehrte Kinela, ich halte nicht viel von unserer Verbindung zu den Kronenbrechern. Unser Meister und Raggok teilen ein Schicksal, haben aber gänzlich andere Ideale. Ich fürchte, die momentane Übereinstimmung ist nur eine vorübergehende Laune. Ich weiß, dass Euer Vater eine führende Rolle in dem Kult spielt, weswegen ich Euer Vorhaben als Test dulden werde. Eure Gruppe wird jedoch vorerst allein gestellt sein. Wenn Ihr Erfolg habt, können wir über eine größere Zusammenarbeit verhandeln. Momentan kann ich Euch nicht mehr bieten, ohne unsere unmittelbaren Ziele zu gefährden. Der Wind hat mir geflüstert, dass Ihr für Euer Projekt unsere Aktivposten bei der Hand nutzt. Es ist gut zu wissen, wie umsichtig Ihr Eure Gruppe führt. Ich bin das Flüstern, ich bin der Wind. Sogelarion

Verwirrt schaut Suel von einem zum anderen. "Ich verstehe das nicht. Was bedeutet das? Was haben die nur mit dem Flüstern und dem Wind? Was für Aktivposten bei der Hand? Welcher Hand? Ich begreife das alles nicht."

Eine leise Stimme flüstert hinter ihm: "Die Hand des Verderbens, Junge. Ein Haufen der brutalsten und bösartigsten Mörder im ganzen Land. Sie haben wohl den einen oder anderen in der Organisation, der ihnen hilft. Wissentlich oder nicht."
Suel dreht sich schnell zu Evelyn um: "Wah! Woher kommt die denn auf einmal?"
"Ich hoffe nicht aus einer von Globbs Felsspalten." sagt Kra'teong grinsend und fängt sich einen fast mörderischen Blick der Elfe ein

_________________
[Vorstellung], [ED]-[Spielleiter],


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Reisebericht - Erster Teil
BeitragVerfasst: Di 15. Mai 2007, 17:21 
Offline

Registriert: Fr 16. Feb 2007, 13:39
Beiträge: 5027
Wohnort: Tempelhof
Raggoks Rache

Die Mannschaft der "Explorer" befindet sich in einer sehr schlechten moralischen Verfassung. Nachdem der erste Offizier Valmorian im Gasthaus "Zum jonglierenden Finsterrochen" tot zusammengebrochen war, fiel Kapitän Serdak einem weiteren Giftattentat zum Opfer. Die ganze Nacht hatten die Heiler im Garlen-Tempel um sein Leben gekämpft, doch, wie Lord Niam spät in der Nacht berichtete, vergebens.
Der dritte Offizier K'salea ist über Nacht zum neuen Kapitän geworden und hatte am Morgen gleich ein weiteres Problem: Zwanzig Männer erschienen nicht zu ihrem Dienst. Die Helden gingen dem ganzen nach und verschwanden für ein paar Stunden.
Nun erreichten sie schließlich das Luftschiff in einem erschreckenden Zustand. Blutverschmiert und zum Teil schwer verletzt, ja der rechte Arm Niams hing völlig verschrumpelt und nutzlos an seiner Seite, schleppten sie sich zurück.
K'salea eilte ihnen entgegen und fragte sehr beunruhigt, was denn eigentlich geschehen sei.

*Globb lehnt sich müde mit seinen Ellbogen auf Knirpsens Turmschild und beginnt leise zu erzählen - anfangs noch mit einem ironischen Lächeln, das jedoch zunehmend dünner wird.*
"Nun, wir sind einer geselligen Essenseinladung gefolgt - leider hat sich Niam mit dem nekromantischen Küchenchef angelegt... nein, im Ernst:

Auf dem Schiff gab es eine groß angelegte Verschwörung. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Valmorian hat seinen Tod nur vorgetäuscht und war der Anführer dieser zweifelhaften Bewegung. Er ist - ähem - WAR ein Anhänger und Quästor Ragoks und hatte die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ganz Throal in Chaos und gräßliche Anarchie versinkt. [Globb ignoriert Knirps, der ihm immer wieder protestierend auf den Fuß tritt]
Über unsere Reise hinweg scheint es ihm gelungen zu sein, besagte 20 Luftsegler auf seine Seite zu bringen. Da wir in zunehmendem Maße seine Ziele zunichte machten, wollte er uns in Märkteburg mit vereinten Kräften beseitigen und hat uns deshalb in ein abgelegenes Farmerhaus eingeladen."

*Globb hält für einen Moment inne und schaut zu Niam herüber. Dieser beäugt immer noch ungläubig und verzweifelt seinen verunstalteten Arm.*

"Zum Glück" spricht Knirps, Globb seinen Turmschild entreißend, "haben sich nicht nur Vestrials und Raggoks Diener in der Stadt befunden.
Lochost selbst hat uns Unterstützung geschickt, damit der Wandel in Throal und Barsaive zum Guten wird."

"Wandel zum guten? Verdammt noch eins, dieser Sohn einer räudigen Hündin hat meinen Arm so runzlig aussehen lassen wie das Gemächt eines greisen Trolls. Jetzt kann ich nurnoch entweder Wein trinken oder eine wohlgeformte Dame liebkosen. - Wenn ich genauer darüber nachdenke...
Hey Evelyn, sieh meine Miesere, Du musst mir wohl den Becher zum Mund führen, damit ich Dir die Aufmerksamkeit zukommen lassen kann, die Du verdienst."
Und mit einem triumphierenden Lächeln genießt der Lord wiedermal einen Sieg.

*erleichtert, dass Niam über den ersten Schock hinweg zu sein scheint und wieder in Stimmung für Späße ist*
Stimmt... das Aussehen deines Gemächts und das deines Armes gleichen sich in letzter Zeit tatsächlich immer mehr an... ach, du hattest ja "greiser Troll" gesagt... naja... stimmt ja irgendwie auch...

*entreißt Knirps seinen kleinen, handlichen Schild, um seine ermatteten Arme wieder darauf zu stützen*

*wendet sich K'salea zu* Nun, lassen wir die Späße, denn die traurige Nachricht ist: weder die 20 Ragok-Anhänger, die auch Teil eurer Mannschaft waren, noch die wackeren 10 Mann, die wir von euch zur Verstärkung bekommen haben, konnten die finale Schlacht, die sich aus der Einladung der Herren an uns entwickelt hat, nicht überleben. Mögen die Passionen ihrer Seelen gnädig sein!
Aber wir haben auch eine gute Nachricht für euch: Der Kapitän ist zwar von der Wirkung des Giftes schwer gezeichnet, aber er lebt! Solange wir nicht wußten, wer der Verschwörer an Bord ist, wollten wir noch damit zurückhalten, damit ihm keine weitere Gefahr droht. Dieses Ragok-Gesockse hätte sicherlich abermals versucht, ihn niederzustrecken.
Und eine weitere gute Nachricht ist: Ragok hat 3 Todesboten weniger...

Evelyn sieht Niam müde an und einen Augenblick kann man sogar Mitleid in ihren Augen entdecken. "Ich kann dich jetzt nicht bedienen. Brauche einen Heiler .... einen richtigen!"

Der Schock ist K'salea deutlich anzusehen. "Valmorian? Er? Er war ein Raggok-Questor? Nein, das kann nicht sein. Nicht dieser nette alte Mann. Warum? Wie kann das sein? Wie?" Fassungslos schüttelt sie den Kopf.
"Aber der Käptn lebt? Den Passionen sei dank. Wird er es überstehen?"

"Das wird er" sagt Knirps, "er ist wach und im Tempel Garlens. Er wird allerdings ein paar Tage Ruhe brauchen, da er schwere Wunden hat."

_________________
[Vorstellung], [ED]-[Spielleiter],


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Reisebericht - Erster Teil
BeitragVerfasst: Di 15. Mai 2007, 17:25 
Offline

Registriert: Fr 16. Feb 2007, 13:39
Beiträge: 5027
Wohnort: Tempelhof
Ein weiterer Bericht zum Vorfall um Raggoks RAche

Ihr bezweifelt immer noch das mein Name, Bajuschi Jobi, in der grossen Bibliothek zu Throal zu finden sei? Ach, geht doch selber hin und schaut nach, falls euch der Bibliothekar reinlässt, heisst das. Mich hat er der Bibliothek verwiesen, obwohl ich so berühmt bin, sagt ich störe die zum Lesen erforderliche Ruhe, alter Langweiler.
Jedenfalls bin ich erwähnt, unter Raggoks Rache, Gegenmittel. Eintrag vom berühmten Alchemisten Balthasar Neunauge selber geschrieben. Ich habe damals versucht ihm die Reste von Raggoks Rache zu verkaufen.
...
JA Reste.
...
Nein. Sag mal was seid ihr nur für ein ungebildeter Haufen. Raggoks Rache ist ein Gift, ziemlich eklig. Das man die Passion nicht verkaufen kann weiss ich auch.
...
Das Gift erzeugt Wunden am ganzen Körper, die immer wieder aufreissen und sich danach wieder schliessen. Klingt nicht nur wie 'ne Sauerrei ist auch eine. Kapitän Narbengesicht, der einzige bekannte Überlebende einer solchen Vergiftung hat damals Globb so zugeblutet das das Gold in dessen Schal kaum noch sichtbar war.
....
Ich sehe schon, ich muss mit der Geschichte wohl vorne anfangen. Das wird ein langer Abend. Hey Wirt bringt noch mal eine gefüllte Pflaume.

Ohne Verzögerung kommt eine weitere gefüllte Pflaume zum Tisch des berühmten Helden.
"Es ist mir eine Ehre, den berühmten Bajuschi Jobi bewirten zu dürfen. Diese Pflaume geht aufs Haus, wenn ihr dafür eure Geschichte weiter erzählt." sagt der Wirt. "Aber sagt, spracht ihr von Globbs legendären Schal? Ihr kennt den großen Illusionisten, den Meister der Täuschung?"

Wer kann schon sagen er kenne einen Meister der Täuschung? Aber soweit man das so sagen kann, kenne ich den alten Felsbrocken. Wir waren ein recht gutes Team.
Wie fing das ganze noch mal an. Ja genau.
Also wir waren an Board der Explorer, angeheuert Caerns zu entdecken, Ogerheere zu vernichten und nebenbei Schutz für die Händler an Bord zu gewährleisten. Irgendwie hatten sich Kapitän Narbengesicht, damals noch Serdak genannt, Globb und dieser T'Skrang Knirps Schildschlepper mehrfach in die Pläne eines Raggok-Questoren eingemischt. Und wie das so üblich ist, wenn man die Anhänger der Passion der Rache ärgert, wollen diese Wahnsinnigen gleich noch Rache an einem selber nehmen.
Als wir also in Märkteburg auf Landurlaub waren, schickte der Questor eine Gruppe Trollschläger hinter uns her. Vergeblich natürlich. Der Kampf war so schnell um, dass sich Globb danach dauernd beschwerte, man hätte ihm gefälligst die Zeit lassen sollen auch mal zu Zaubern. Aber so ist das halt mit Obsidianern, nette Kerle, aber so langsam das man beinahe einschläft wenn man mit ihnen redet. Die Spelunke in der wir gerade tranken ist dabei ziemlich demoliert worden, so dass wir danach einen neuen Ort zum Trinken suchen mussten, aber ansonsten war es ein netter Abend.

Ehrfürchtiges Staunen macht die Runde.
Sicher, sie alle wissen von der Kraft dieses heldenhaften Tiermeisters und haben schon die eine oder andere Geschichte seiner legendären Taten gehört, doch derart mühelos eine ganze Gruppe der gefürchteten Trollschläger zu besiegen, ja sich sogar mit den Dienern einer der wahnsinnigen Passionen anzulegen und zu überleben, das können nicht viele von sich behaupten und die meisten von denen, die das konnten, konnten das nicht lange.
"Und wie wurde der Kapitän Serdak zum Narbengesicht?"

Das war dann am nächsten Abend. Der Kapitän hatte uns alle in den jonglierenden Finsterrochen geladen, um dort auf seine Kosten zu Speisen und zu Zechen. Etwas barsch der Mann aber ein grosser Geldbeutel, Grossartiger Mann. Tja, was soll ich sagen, ein schöner Abend, bis plötzlich eine Bedinung dem Kapitän ein Bier brachte, das dieser nie bestellt hatte. Narbengesicht schickte also die runtergeputzte Bedienung zurück, ihm einen Wein zu holen, aber Valmorian, 1ter Offizier der Explorer und Biertrinker wie es die meisten Zwerge ja sind, nahm sich der Armen Kellnerin sowie des Biers an und trank es in kräftigen Zügen aus. Ein paar Sekunden später verkrampfte sich der erste Offizier und ein paar wenige weitere Sekunden darauf lag er tot am Boden.

Nicht mal die Wiederbelebungssalbe half. Mausetot.

Wir haben dann die Kellnerin befragt und herausgefunden, das sie das gute Bier vergiftet hatte. Wird wohl später von den Wachen zum Richtblock geführt worden sein. Schade war ein hübsches Mädel, wenn auch für meinen Geschmack zu gross geraten. Aber obwohl wir die Ausführende überführten bekamen wir aus Ihr leider sonst nichts brauchbares an Informationen heraus. Der Auftraggeber hatte sich mittels Illusionsmagie unkenntlich gemacht.

Die gute Stimmung war natürlich hin. Schon der zweite Abend den uns diese Kabale von Irren versaut haben.

Also Stimmung in den Niederhöllen machten wir uns auf den Weg zurück zum Schiff als aus der Dunkelheit ein Pfeil geflogen kam. Einer der Sorte zum Töten, steckte im Rücken des Kapitäns. Aber jemand hat ihn wohl mit einem dieser Stumpfen Botenpfeile verwechselt, jedenfalls war ein Zettel drum gebunden in dem uns angeblich Raggok persönlich Rache schwor. Also ich gehe bis heute davon aus das der Questor da beim Schreiben nur unter Grössenwahn litt, aber sicher kann man das nicht sagen, dafür hat Raggok ihm, wie ihr später noch sehen werdet zu viel Unterstützung geboten. Niam Einohr und ich sind dem Schützen hinterher, aber der Mistkerl hatte sich schon selbst erdolcht bevor wir ihm andere sicherlich weit weniger endgültige unangenehme Dinge antuen konnten. Ja und wie wir noch darüber diskutierten was nun zu tun sei mit dieser Botschaft, da platzte plötzlich die Haut des Kapitäns am ganzen Körper in kleinen Wunden auf. Die Wunden bluteten eine Weile, schlossen sich und öffneten sich an anderer Stelle wieder. Im Nu war die schöne Uniform des Kapitäns ein Blutdurchtränkter Lumpen.
...
Nein das sah gar nicht so aus als ob der Kapitän überleben würde, Globb schnappte sich den Kapitän und brachte ihn meinem Vorschlag folgend sofort zum nächsten Tempel Garlens. Und obwohl Globb so schnell lief wie es einem Obsidianer möglich ist, war der Kapitän im Sterben als wir im Tempel ankamen.

Eine weitere gefüllte Pflaume wird ohne Aufforderung gebracht. Die ganze Taverne hängt geradezu an den Lippen des Windlings und wartet mit fast schon bettelndem Blick, daß er fortfährt.
"Wie habt Ihr das Wunder vollbracht? Wie konntet Ihr den Kapitän von dem teuflischen Gift retten?"

Der Windling isst mit sichtlichem Vergnügen ein Stück Pflaume.
Diese wundersame Heilung ist ein Geschenk Jasprees, so wie diese Pflaumen. Vorzüglich zubereit übrigends, mein Kompliment an den Küchenchef.
Wie ich nämlich so im Tempel der Garlen stand und es klar wurde das selbst die Heilkünste dieser gut ausgebildeten Heiler nicht vermochten den Kapitän für längere Zeit im Diesseits zu behalten, da betete ich für den Kapitän. Und Jaspree, immer gut für eine Überraschung, rief mich zu sich, und gab mir nicht nur eine Heilpflanze, sondern auch zu verstehen was es mit diesem Gift Raggoks Rache auf sich hat. Weil in dieses Gift sowohl Magieals auch der Wille Raggoks zum Töten geflossen war, konnte so wenig dagegen getan werden. Aber mit dem richtigen Heilkraut, sowie dem Segen Jasprees und Garlens konnte der Tod des Kapitäns aufgehalten werden. Obwohl natürlich Jaspree zu Danken ist für diese Wundersame Rettung, hat sich mein Name, als der Questor dem Jaspree diese Erleuchtung schickte, in die grosse Bibliothek zu Throal verirrt.

Es hat noch einiges an Zeit und Mühe gekostet bis Kapitän Narbengesicht wieder auf den Beinen war. Deutlich länger jedenfalls als den Giftmischer zur Strecke zu bringen. Und die Narben von all den Tausend kleinen Wunden die sind ihm geblieben.

Stolz über das Lob des großen Helden bezüglich seiner Pflaumen schwellt die Brust des Wirtes und man kann ziemlich sicher sein, daß er mindestens eine Woche lang jedem Gast davon erzählen wird. Als der Windling die Geschichte beendet hat, herrscht erneut verblüfftes Erstaunen. Zwei Passionen? Zwei Passionen gaben dem Kapitän seinen Segen? Wer kann schon von sich behaupten, derart wichtig zu sein, daß gleich zwei Passionen persönlich eingreifen, um ihn zu retten?

_________________
[Vorstellung], [ED]-[Spielleiter],


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Reisebericht - Erster Teil
BeitragVerfasst: Di 15. Mai 2007, 17:27 
Offline

Registriert: Fr 16. Feb 2007, 13:39
Beiträge: 5027
Wohnort: Tempelhof
Ende des ersten Teils des Reiseberichtes.

_________________
[Vorstellung], [ED]-[Spielleiter],


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 10 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Betrieben mit
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de