Bericht an den Inquisitor

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Ben
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Bericht an den Inquisitor

Beitrag von Ben » Sa 29. Mär 2014, 01:16

Dem Gottimperator zum Gruße!
Euer Gefühl hat Euch nicht getrogen, Oh Inquisitor. In unserer Verkleidung als Bedienstete sind wir auf etwas gestoßen, das, wenn sich gewisse Gerüchte und Verdächtigungen bewahrheiten sollten, sehr schwere Konsequenzen haben wird. Bedauerlicherweise hat diese Entdeckung zu meiner und N's Enttarnung geführt, wofür ich die volle Verantwortung übernehme.
Wir wurden Zeuge eines Empfangs eines lokalen Herrschers namens von Hohenfels vom Planeten Hesiods Wirbel beim Großinquisitor. Dieser Planet ist seit einigen Wochen von einem Krieg erschüttert, der dank des Eingreifens imperialer Truppen zu Gunsten von Hohenfels sich entwickelt. Der Empfang schien wenig mehr als das Werben um Unterstützung seitens des Adligen zu sein, allerdings zog sich der Großinquisitor mit ihm zu einem Vieraugengespräch zurück, bei dem wir nicht folgen konnten.
Als ich die Delegation zu ihren Zimmern brachte, sprach mich eine Dienerin an und versuchte mich auszuhorchen. Wie sich später herausstellte hatte sie mich durchschaut und ließ einen Chip in eine Vase fallen, den ich später barg und mit Hilfe meiner Gefährten als ein Tagebuch des Krieges entschlüsseln konnte, das an Euren Kollegen Inquisitor Relentless gehen sollte.
Am nächsten Morgen suchte ich die Frau in ihrem Zimmer auf und sprach sie auf den Chip an. Da das Zimmer überwacht wurde, flogen N, der bei mir war, und ich auf und verließen eiligst den Palast trotz Gegenwehrs. Die Dienerin stellte sich als Soldatin einer Spezialeinheit von Hesiods Wirbel heraus, die die Rolle der Dienerin im Auftrag ihres Kommandanten übernommen hatte.
Sie berichtete uns, daß von Hohenfels und seinen Gefolgsleuten Mitgliedschaft im Chaoskult des Khornes nachgesagt wird. Ich kann den Wahrheitsgehalt dieser Anschuldigung nicht überprüfen, doch allein die Möglichkeit, daß ein solcher Kult Zugang zum Herz der Inquisition erhalten hat, ist erschreckend.
Ich bin ein wenig ratlos, Oh Inquisitor, und ersuche dringend Euren Rat, wie wir weiter vorgehen sollen.
Möge der Gottimperator Euch schützen.
H
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Ben
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Re: Bericht an den Inquisitor

Beitrag von Ben » Do 29. Mai 2014, 16:33

Dem Gottimperator zum Gruße!
Mit der Rückkehr des Inquisitors Relentless und den folgenden Ereignissen wurde deutlich, daß die ganze Angelegenheit großes, ja unübersichtliches Ausmaß hat. Relentless und seine Akolythen wurden sofort zum Großinquistor geladen und von diesem der Ketzerei angeklagt. Während der Inquisitor und der Anführer der Akolythen auf den Gefängnismond geschickt wurden, wurden die übrigen Akolythen in den Kerkern des Inquisitionspalastes gefangen gehalten, von wo sie von meiner Truppe befreit wurden.
Anschließend flohen wir alle nach Stahlstadt und fanden Versteck in meiner alten Heimat, jedoch war das Haus unter merkwürdigen Umständen verlassen. Mehr dazu später.

Die Zusammenarbeit mit den Akolythen des Relentless erweist sich als schwierig. Es ist eine disziplinlose Truppe voller Arroganz und Selbstüberschätzung. Ihr Anführer ist der Arbitrator Luzius Droed, ein schweigsamer, aber fanatischer Mann mit zahlreichen Tätowierungen, die ich nicht wirklich einordnen kann, die mir aber Unbehagen bereiten. Er behauptet, von Inquisitor Relentless in diese Position erhoben worden zu sein, was von einer Akolythin bestätigt wird. Jedoch wurde er offen von Schwester Flavia herausgefordert und ohne das Nennen von Gründen als für die Aufgabe ungeeignet bezeichnet. Daraufhin gab es jedoch keine Zurechtweisung, sondern lediglich die Feststellung, daß er dennoch für die Anführerrolle ausersehen sei.
Ein anderer Akolyth namens Traca hat mehrere Alleingänge unternommen und sich dabei, trotz eines gewissen Erfolgs, äußerst auffällig benommen. Um Euch die erste Botschaft zu schicken wurde ein Adliger gesucht, der einen Astropath besitzt und der erpressbar war. Traca stellte sich als Mitglied der Inquisition vor, ließ die Botschaft versenden und sagte dem Adligen, wohin er die Antwort senden soll. Einen Tag später standen seine Wachen in unserem Versammlungsraum! Eigenmächtig brach er in die Waffenfabrik von Horstwalde ein, um die dort produzierten Waffen für eine unbekannte Einheit der Armee zu stehlen, wobei er entdeckt und schwer verletzt wurde.
Leider ist das Auftreten der meisten Akolythen des Relentless so. Scheinbar hat niemand von ihnen begriffen, daß sie nicht mehr die Inquisiton im Rücken haben sondern sich im Gegenteil vor ihr verstecken müssen.
Ich bin kein großer Anführer, im Gegenteil, aber in meiner Truppe gibt es wenigstens eine gewisse Ordnung, die hier völlig fehlt. Wenn sich diese Gruppe nicht bald eines besseren besinnt, wird sie mehr als nur Glück brauchen, um lange genug zu überleben.

Ich werde den weiteren Bericht zur besseren Übersichtlichkeit thematisch verfassen.
Die Lage in Stahlstadt um das Adelshaus Horstwalde und der Rückzug des Ordens:
Meine Schwestern hatten seit einiger Zeit Schwierigkeiten mit der örtlichen Bevölkerung. Ihnen wurde Gier unterstellt. Das Haus Horstwalde zahlte seinen Arbeitern einen Bonus von einem Thronen und angeblich sollte der Orden diesen für sich beanspruchen. Die Lage eskalierte, als einige Ordensschwestern Faustus von Horstwalde zur Rede stellen wollten und dabei entdeckten, daß er von einem Dämon besessen war. Sie töteten Mann und Dämon und mußten nun gegen die wissenden und unwissenden Mitarbeiter Horstwaldes kämpfen. Letztendlich entschied die Mutter Oberin keine Hilfe anzufordern, sondern einen Rückzug auf den Planeten, auf den auch Ihr Euch befindet um anschließend zurückzukehren, wenn die Lage sich beruhigt hat. Dies wurde uns von einem Leutnant des Geheimdienstes bestätigt, zu dem wir Kontakt aufgenommen haben und der bereit war, uns zu helfen.
Der Erfolg des Hauses war durch einen Sonderauftrag entstanden, einer größeren Waffenlieferung an die 1666. Einheit der Imperialen Armee. Jedoch wurde bei unseren Ermittlungen festgestellt (und vom Leutnant bestätigt), daß es diese Einheit gar nicht gibt. Die Einheit sei ein Deckmantel für eine Privatarmee. Diese wurde von einem Adligen beauftragt, der Mitarbeiter im Palast der Inquisition ist. Eine Kopie des Vertrages wurde sichergestellt.
Durch den Tod Faustus' von Horstwaldes kam es zu Erbstreitigkeiten unter seinen Söhnen, sowie zu Produktionsschwierigkeiten. Während Leopold, der ältere Sohn, sich im Haus des Vaters einquartiert hat, führt sein Sohn eine Art Guerillakrieg gegen ihn und die Fabrik. Da in den Fabriken nicht für Nachschub gesorgt wird, haben Horstwaldes Arbeiter mehrere Rohstofftransporte überfallen.
Letztendlich habe Arbitrator Droed und Traca bei einem weiteren Alleingang Leopold von Horstwalde aufgesucht, festgestellt, daß er ebenfalls von einem Dämon besessen ist und ihn und den Dämon getötet, was sie im Kampf mit seinen Wachen fast das Leben kostete.
Es gibt nun nur noch einen Erben von Horstwalde, der aber womöglich ebenfalls unter dämonischen Einfluß steht. Lediglich sein erbitterter Kampf gegen den Bruder läßt mich hoffen, daß dem nicht so ist und er in Wahrheit gegen die Verderbnis in der eigenen Familie ankämpft.

Anstehende Ereignisse:
Eine der Aufgaben wird es sein, den verbliebenen Erben von Horstwalde zu finden und heruaszufiden ob auch er unter den verderblichen Einflüssen des Dämons geriet.
Desweiteren hat Schwester Flavia vor, den Adel zu infiltrieren, ein Vorhaben, bei dem ich an seinem Erfolg zweifle. Deswegen benötigt sie Geld und so mußte ich zustimmen, einen Teil der zurückgelassenen Schätze des Ordens zu veräußern. Ich bezweifel, daß die Ergebnisse auch nur annähernd die notwendigen Summen rechtfertigen werden.
In Kürze finden in der Stadt Kriegsspiele statt. Jedes Adelshaus des Planeten, sowie einige zugereiste Häuser stellen kleine Armeen, die sich gegenseitig zum Amüsement des Adels bekämpfen werden. Ein grausames Vergnügen, das wohl eher zum Gefallen gewisser dämonischer Götter sein wird.
In irgendeiner Form wird diese Gruppe in die Spiele verwickelt werden. Vermutlich wird sie irgendetwas dummes tun, wie ein Attentat auf von Hohenfels oder gar den Großinquistor zu versuchen, mit Sicherheit wird sie aber deren Aufmerksamkeit wieder auf sich ziehen.
Möge der Gottimperator Euch schützen. Und uns, wir werden ihn brauchen.
H
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Re: Bericht an den Inquisitor

Beitrag von Ben » Mo 7. Jul 2014, 20:15

Dem Gottimperator zum Gruße!
Aufgrund der Tatsache, daß zuviele Leute wissen, wo unser Versteck ist, wurde es nun verlegt.
Offenkundig ist Inquisitor Relentless nicht mit all seinen Akolythen und Weggefährten der Einladung des Großinquisitors gefolgt. Er reiste in Begleitung eines fremdartigen Wesens, einer sogenannten Elder, die in einer der unteren Ebenen Zuflucht gefunden hat. Was es mit diesem Wesen auf sich habe, wurde mir nicht gesagt. Es ginge mich nichts an. Ich brauche Euren weisen Rat, denn erstmals seit Beginn dieser merkwürdigen Zusammenarbeit bin ich mir nicht mehr so sicher, ob die Vorwürfe gegen Relentless nicht doch berechtigt sind.
Erste kleine Erfolge konnten wir jedoch auch verzeichnen. Es gelang uns, Kontakt zu Gustav von Horstwalde aufzunehmen. Droed gab sich als der Mann zu erkennen, der seinen Bruder tötete. Gustav wußte von der Veränderung seiner Verwandten, konnte jedoch bei seinem Vater nicht sagen, wann sie begann.
Sein Bruder jedoch habe sich erst verändert, nachdem er in das Haus des Vaters nach dessen Tod gezogen war, weswegen er bislang keinen Anspruch auf das Haus erhob. Droed war sich recht sicher, daß er frei von dämonischen Einfluß war. So konnten wir einen potentiellen Verbündeten gewinnen, mit dessen Erlaubnis wir das Haus durchsuchen konnten. Tatsächlich entdeckten wir den Quell des Unheils, eine kostbare Axt, die Faustus von Horstwalde vor einigen Monaten als Geschenk nach einem Vertragsabschluß erhielt.
Wir fanden auch heraus, wer ihm diese Axt zum Geschenk machte und stießen auf einen bekannten Namen. Es war derselbe Name, der auch für die Waffenbestellung der 1066 Armee verantwortlich war: Leon von Pfanner!
Die Axt wurde aus dem Haus entfernt und zerstört. Ich spürte, wie sie versuchte, die Kontrolle über mich zu erlangen, doch mein Glaube war stärker.
Außerdem gelang uns herauszufinden, warum meine Schwestern, wie behauptet, den ganzen Thronen, den die Arbeiter von Horstwalde erhielten, beanspruchten. Auf dem Weg zurück vom Treffen mit Gustav begegneten uns ein Mann und eine Frau, die sich heftigst um eine Münze stritten, die der eine dem anderen schuldete. Erstaunlicherweise war der Schuldner durchaus bereit, die Schuld zu begleichen, jedoch nicht mit der Münze des Barons. Tatsächlich wollten sie mir die Münze nicht einmal zeigen und so sorgte eine der uns begleitenden Wachen dafür, daß sie zu Boden fiel.
Äußerlich sah die Münze völlig normal aus, doch kaum hob ich sie auf, beeinflußte sie mich und es war mir unmöglich, sie wieder fortzugeben. Droed half mir, den Einfluß abzuschütteln und wir ließen uns auch die Münze des zweiten Arbeiters geben und zerstörten beide. Tatsächlich schien sie Material zu enthalten, die in eine normale Münze nicht hineingehört. Das Material wurde sichergestellt.
H
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