[Brandenburg, auf einem Feld] 17. Juli 1886

Geplauder und Berichte

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Rebecca
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[Brandenburg, auf einem Feld] 17. Juli 1886

Beitrag von Rebecca » So 18. Okt 2009, 15:10

Morgendämmerung.
Das tiefe Blau des Himmels verfärbt sich langsam orange.
Michael atmet die frische kalte Morgenluft tief ein.
Er schließt die Augen und erinnert sich:

Dunkler Raum, nur von Kerzen beleuchtet, eine Runde von Logenmitgliedern sitzt um einen Tisch. Ein dunkelhaariger Mann bedeutet uns uns an den Händen zu fassen. Am Kopfende sitzt ein schwarzhaariger hagerer Mann, in viel zu großen schwarzen Anzug, blass, ausgemergelt, mit Prinz Eisenherzschnitt. Seine knochigen Hände schließen sich um die von McCole und Ms. Crown. Er schließt die schwarzen Augen.
Die Kerzen flackern.
Sein aufgeregtes Rufen duerchbricht die Stille: RENFIELD.. uaargh..RENFIELD! Er will..SIE HABEN! Sein Kopf zuckt. MAULER! GRABOWSKI!


Ein verwüstetes Zimmer. Eine kopflose Frauenleiche. Wir laufen in den angrenzenden Raum. Eine Gestalt springt blitzschnell aus dem Fenster, McCole mit einem Hechtsprung hinterher.
Ein buckliger Zwerg springt mir aus dem chaotischen Zimmer entgegen. Blut spritzt. Mein Säbel hinterlässt einen roten Striemen auf seiner Brust.


Der Zwerg kauert gefesselt auf dem Boden. "Das ist euer Verderben!" kreischt er. "Willst du das Verderben sehen?" fragt Emma Widmore. Sie nimmt ihre gefärbte Brille ab. Der Zwerg blickt direkt auf die Innenseite ihrer Perücke.

dorothea
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Re: [Brandenburg, auf einem Feld] 17. Juli 1886

Beitrag von dorothea » So 18. Okt 2009, 16:08

Auch Emma Widmore sitzt in ihrem Tinneranzug auf dem Feld.
Was für ein Abenteuer das war...
Langsam sackt das Geschehene und während die aufgehende Sonne ihr Gesicht erwärmt, schaut sie sich um, der enttäuschte Gesichtsausdruck von McCole, die stressgeplagten Gesichter von Elisabeth und Liebnau, sowie der undeutbare Herr Wunder, der wie sie selbst eher begeistert wirkt. Zum Glück kann man es ihr nicht ansehen und sie würde es auch nie offen zugeben.
Langsam fängt sich der Körper neben Herrn Wunder an sich zu bewegen.
Scheinbar kommt Herr Grabowski wieder zu sich. Wir sollten endlich zurück und Bericht erstatten.
Vorsichtig steht sie auf und streckt sich.
Wunderschön, dieser Sonnenaufgang, nicht wahr?

Manuel
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Re: [Brandenburg, auf einem Feld] 17. Juli 1886

Beitrag von Manuel » So 18. Okt 2009, 16:25

Fürwahr, ein wirklich wunderschöner Sonnenaufgang.

Liebnau erschaudert sichtlich.

Zumal wir ja ernsthaft Gefahr liefen, einen solchen Anblick nie mehr zu sehen, als wir uns unter die Erdoberfläche begaben.

Einen tiefen Zug von seiner Zigarette nehmend beruhigt sich Liebnau sichtlich. Ein Lächeln kehrt auf sein Gesicht zurück.

Ich bin gespannt auf die Ergebnisse meiner Fotografien unter der Erde. Welch spektakuläre Szene: der gebohrte Gang tief unter der Erde, die rauchende Grabmaschine vor uns...fantastisch!

Jakob
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Re: [Brandenburg, auf einem Feld] 17. Juli 1886

Beitrag von Jakob » So 18. Okt 2009, 20:59

McCole tritt einen Maulwurfshügel aus dem Hügel und murmelt.Renfield Du miese Ratte. Kein Loch kann klein genug sein, dass du dich vor mir verstecken kannst. Diesmal hattest du Glück. Das war aber auch das letzte Mal.

Er dreht sich zu seinen Gefährten.Sie haben Recht, der Sonnenaufgang ist herrlich, zumindest für Deutschland. Wir sollten dafür sorgen, dass Dracula und seine Brut nie in diesen Genuß kommen. Lassen sie uns zurück nach Venedig fliegen. Ich habe das Gefühl, wir haben einen Haufen Arbeit vor uns.

Katrin
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Re: [Brandenburg, auf einem Feld] 17. Juli 1886

Beitrag von Katrin » Mo 19. Okt 2009, 08:31

Elisabeth wendet sich bei diesen Worten Mc Coles widerwillig vom Anblick der Morgenröte über den Feldern ab, streckt sich und mustert stumm die Gesichter ihrer Kollegen.
Mc Cole und Liebnau machen beide einen gefestigten Eindruck - Wunder sieht wie üblich etwas entrückt aus, Emma ... Ihr Verhalten wird immer seltsamer, ihre Handlungen nehmen immer weniger auf das Wohl ihrer Teammitglieder Rücksicht, als bedeute ihr das eigene Überleben ebenso wenig wie das ihres Teams. Eine Auswirkung der dauerhaften Unsichtbarkeit? Das todesmutige Surfen und Tauchen in die Erdwelle des großen Graboiden, Ihr Unwille die aussichtslose Situation mit einem fliehenden Renfield zu verlassen, angesichts der drohenden Katastrophe der Explosion in 800m Tiefe, die den Tod aller bedeutet hätte. Kopfschüttelnd löst sich Elisabeth von diesen Bildern als ein letzter beängstigender Gedanke sich Bahn bricht: Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Schwarz und Weiß verschwimmen zusehends - Können wir wirklich noch behaupten, dass wir gut und rein im Herzen sind? Haben einige von uns die unsichtbare magische Grenze zum Grau schon soweit überschritten, dass das Böse an Macht über uns gewinnt?
Ein letzter Blick auf den trügerisch klaren Sonnenaufgang, antwortet Mrs. Crown sodann Lasst uns aufbrechen und alle Maßnahmen ergreifen, damit dieses Ritual verhindert werden kann! Dracula sollte nicht unter der Sonne wandeln dürfen und mit seiner Brut den Tag verdunkeln!

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