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BeitragVerfasst: Sa 14. Nov 2009, 00:33 
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Beiträge: 144
Ludwig Wunder, Michaels Lehrmeister in der Kunst der Magie:
Du denkst dir bestimmt, ich kämpfe, um das Geschmeiß der Hölle wieder dorthin zurückzuschicken-,“ „Schön Formuliert.“ Michael grinste, sein Mentor ignorierte ihn,
-doch um das tun zu können, um deine Aufgabe hier auf Erden erfüllen zu können, musst du mehr tun. Du musst beten. Du musst meditieren. Dich versenken, in Glauben und Wissen.

Einige Zeit später.
Ein Wutschrei. Der zerzauste Michael schlug mit der Faust gegen die Wand und legte den Kopf erschöpft dagegen.
Sein Mentor betrat den Trainingsraum. Er bedeutete ihm mit einer auffordernden Handbewegung ihm zu folgen.

Michael stand im nach Wachs und Weihrauch riechenden Kellerraum.
Ich hab dir gesagt, du sollst meditieren. Warum tust du nicht, was ich dir sage?
- “Ich habe meditiert.
- „Du hast GEÜBT. Versucht Magie in Bahnen zu lenken, ohne auch nur einen Schimmer von ihrer Bedeutung zu haben.“ eine Pause entstand. “Ich wollte, dass du das Prinzip, um sie kontrollieren zu können, mit der Zeit findest.. Aber ich sehe, dass du das nicht KANNST. Du hast keine Geduld. So wirst du dein Ziel nie erreichen. Also werde ich nachhelfen..Das ist ja nicht mit anzusehen.“ Er deutete auf den verschwitzten Jungen mit den tiefen Augenringen.
Das wird wahrscheinlich schmerzhaft werden.
Mit einem „Pfft“ tat Michael seine nicht vorhandene Besorgnis kund.

Sein Lehrer bedeutete ihm sich in die Mitte des Raumes auf den Stuhl zu setzen. „Ich werde jetzt die Vorraussetzung schaffen, die dazu nötig sind, dass du das Prinzip erkennst und verinnerlichst. Spüre jetzt dem nach, was du fühlst, wenn du Magie wirkst.
Michael schloss die Augen und konzentrierte sich.
Sein Lehrer begann, hinter ihm stehend, etwas Lateinisches zu murmeln.

Plötzlich überflutete etwas Großartiges sein Bewusstsein und er war geblendet von der Präsenz von etwas, was er nicht benennen konnte, was ihm allerdings bekannt vorkam. Etwas leider allzu Flüchtigem –

Die Angst, dass es ihm wieder entgleiten könnte, überkam ihn siedend heiß. Dieses Gefühl der.. Ganzheit, ja, für den Bruchteil einer Sekunde fühlte er sich komplett; für immer verlieren zu können, war unerträglich.
Entsetzen.
Er versuchte danach zu greifen.

---
Sein Mentor sah Michael vom Stuhl stürzen, er öffnete die Augen nicht.
Ludwig Wunder setzte sich an seiner statt gemütlich auf den Stuhl und rezitierte weiter.

---
Jetzt fühlte Michael sich, als würde er die Augen öffnen und plötzlich in einem Licht stehen, das rings um ihn her alles ausfüllte. Seltsamerweise musste er nicht blinzeln. War es denn Licht, wenn es nicht blendete?

An ihm floss eine schwarze Teerartige Flüssigkeit hinunter. Als würde das Licht ihn entgiften, floss das zähe Liquid aus seinen Poren und hinterließ mit jedem Tropfen, der von ihm abfiel, ein wachsendes Gefühl der Reinigung.
Die Tropfen sammelten sich vor ihm in Augenhöhe zu einem Kreis.
Erkenntnis ließ eine unbändige Freude in ihm aufsteigen. Er streckte den Arm aus und griff danach.

RAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHH!!!

Es brannte, es war, als stünde seine Hand in Flammen. Der Schmerz war außerhalb aller Vorstellungskraft, absolut allumfassend, zermürbend –

Er glaubte es nicht länger aushalten zu können.

---
Hoffentlich hören die Nachbarn den Tumult hier nicht, dachte Ludwig.
Musst du denn immer alles anfassen Moses?
Er konnte nicht sehen, was Michael sah, deutete die Handbewegung des auf dem Boden kauernden Jungen aber richtig.


Während Michael sich mit schmerzverzerrtem Gesicht, auf dem Boden wand, murmelte sein Lehrer weiter die Worte.
Michael stieß die Luft ruckartig und in kurzen Abständen aus, sein Haar klebte ihm wirr im schweißnassen Gesicht.
Er krallte sich mit den Händen in den Teppichboden und begann unkontrolliert zu zittern und während er gurgelnde Laute ausstieß, erschien plötzlich auf seinem Handrücken eine krumme Linie. Er presste die Hand zur Faust zusammen, sodass die Faustknöchel weiß hervortraten. Seine Faust zuckte. Die Linie fraß sich weiter bis sich das Symbol gebildet hatte -
Der Kreis.
Sein magisches Prinzip.


Dann von einer Sekunde auf die Nächste war alles vorbei. Michaels Körper lag regungslos, schlaff auf dem Boden.
Drei Sekunden vergingen, dann fuhr er mit einem Luftschnappen hoch, als wäre er gerade aus tiefem Wasser aufgetaucht.

---
Der Schmerz war fort. Nur noch eine Ahnung davon, dass so etwas möglich war, ließ ihn erschaudern.
Er blickte auf seinen Handrücken, erstaunt.
Er hievte sich hoch, was schwerfälliger aussehen musste, als er es empfand. Er fühlte sich leicht wie eine Feder.

Ich hab das Prinzip begriffen!“ jubelte er. Er machte nach all dem tatsächlich noch einen kleinen Luftsprung.
Dummkopf,“ sagte Wunder senior, aber er lächelte. „Du hast es nur kurz erfasst. Es zu begreifen wirst du dein ganzes Leben lang brauchen, wenn nicht länger.“ Michael machte zwei Schritte auf ihn zu. „Jetzt lerne ich damit umzugehen!!“ Er grinste breit –
und kippte um.

Ludwig Wunder verdrehte nur die Augen und fing ihn auf.


Zuletzt geändert von Rebecca am Sa 14. Nov 2009, 00:39, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sa 14. Nov 2009, 00:36 
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Registriert: Di 10. Feb 2009, 16:00
Beiträge: 144
Michael schlief ausnahmsweise mal aus.
Als er irritiert über diese ungewohnte Geste seines Mentors die Treppe herunterschlurfte, versuchte er sich das Prinzip des Kreises wieder zu vergegenwärtigen. Es war diffus, aber er konnte es nachvollziehen. Seine rechte Hand kribbelte angenehm.
Er lächelte selig.

Im Studierzimmer seines Lehrers roch es wie immer nach frischen Blumen, er wurde angewiesen sich zu setzen. „Der Kreis also,“ sagte Ludwig Wunder, während er vor Michael auf und ab ging.

Das Symbol für Vollkommenheit. Wobei es dabei nicht darum geht, dass du danach strebst vollkommen zu sein. Es geht eher darum, dass du um die Existenz des Vollkommenen weißt. Außerdem das Zeichen für Harmonie und Gleichgewicht.“ Er sah Michael kopfschüttelnd an.

Michael war das lange Referieren seines Mentors schon zu Genüge bekannt. Er sagte nichts.

"Der Kreis ist Sinnbild für die Ideale Ordnung. Jeder Punkt ist gleich enfernt vom Mittelpunkt, vom Zentrum. Es gibt kein Vor- und Hintereinander, kein Anfang und kein Ende. Er steht für das Ewige.
- „Und für Schutz. Schutz vor Dämonen usw.“ fiel er ihm ins Wort. “Und das passt. Ich will mit meiner Magie die Welt beschützen!“ Er sah entschlossen aus.
Ludwig seufzte. „Ich weiß.

Der Kreis… das Absolute, die Unendlichkeit…“ fuhr er fort.
- „Ich bin der absolute Richter des Bösen!“ Michael lachte.
- "Du beliebst zu scherzen.
Ich bringe dir jetzt bei, wie du durch das Prinzip kontrollierter Magie wirken kannst.
Je besser du es verstehst, desto großartiger kann deine Magie sein.


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